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Am Samstag, 27. November fand das Jahreskonzert im Prisma statt. Schon vor Beginn waren alle Plätze belegt, so dass noch zahlreiche Stühle herangeschafft werden mussten. Pünktlich um 20 Uhr öffnete sich der Vorhang für die rund 40 Musikerinnen und Musiker der Stadtkapelle, die unter der Leitung von Georgi Lamprinov mit dem Stück „Le Nozze Veneziane“ das Konzert offiziell eröffnete. Bereits nach wenigen Takten hatten die Musiker das Publikum in ihrem Bann gezogen und ernteten sogleich den ersten verdienten Beifall. Der 1. Vorsitzende Bernd Kroll begrüßte sodann die anwesenden Besucher samt Ehrengäste und übergab das Mikrofon an den Moderator des Abends, Stefan Dieselkamp. Dieser führte wieder gekonnt durchs anstehende Programm mit interessanten Informationen über die Komponisten sowie netten Geschichten über dies und das. Mit den nächsten Musikstücken „Orpheus in der Unterwelt“ und „The Witch and the Saint“ zeigten die Musikanten, was sie in den vorangegangenen Wochen in zahlreichen Probestunden einstudiert hatten. Die passenden Lichteffekte trugen auch dazu bei, sich in die jeweilige Welt zu versetzen, in der die Musikstücke spielten.
Dann standen die alljährlichen Ehrungen auf dem Programm die vom 1. Vorsitzenden Bernd Kroll und von Jörg Schmautz vom Blasmusikkreisverband Ludwigsburg vorgenommen wurden. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde Heinrich Joos und für 20 Jahre aktive Mitgliedschaft Vanessa Martinetz ausgezeichnet. Steffen Daniel, der zwar erst fünf Jahre in unserem Verein dabei ist, erhielt vom Kreisverband für 30 aktive Jahre eine Auszeichnung. Mit dem Marsch „Hoch Heidecksburg“ bedankte sich der Verein bei allen geehrten Mitgliedern für ihre langjährige und tatkräftige Unterstützung. Dann stand eine Pause auf dem Programm, in der sich alle bei einem Getränk an der Bar erfrischen konnten, solange die Jugendkapelle die Bühne für ihren Auftritt vorbereitete. Diese eröffnete ihren Programmteil mit dem „Coburger Marsch“ und zeigte damit, dass sie im letzten Jahr nicht nur an Quantität sondern auch an musikalischem Können zugelegt hat. Bereits im Frühjahr hat die Jugendkapelle an einem Wertungsspiel in Korntal teilgenommen und für das vorgetragenen Stück „Cataluna“ die beste Auszeichnung „mit hervorragendem Erfolg teilgenommen" erhalten. Dieses Stück gaben die Jungmusikanten dann gleich nochmals zum Besten. „Die Post im Walde“ folgte sogleich. Dann stand ein weiteres Musikstück aus dem Wertungsspiel an: Ceremony, Chant & Ritual. Auch hierfür ernteten die Jungmusiker viel Beifall und kamen dann auch schon zu ihrem letzten Programmpunkt. „The Lord of the Dance“. Was andere können, kann unsere Jugendkapelle auch und so engagierten sie kurzerhand 25 Balletttänzerinnen der JMS Freiberg/Pleidelsheim, die zu den dargebotenen Klängen wie die Profis tanzten und steppten. Und alle zusammen machten das so toll, dass sich das Originalensemble, hätten sie diese gesehen, sich ernsthaft Sorgen machen sollten. Das Publikum bedankte sich mit brausendem Beifall und erhielt dafür natürlich auch noch eine Zugabe. Nach einer weiteren, kurzen Umbaupause war dann die Stadtkapelle wieder an der Reihe. Mit „Paris Montmartre“ verzauberten sie die Zuhörer ins schöne Paris. Das besondere daran war jedoch Gastspieler Stefan Goedeckemeyer vom Akkordeonverein Freiberg. Er verlieh dem Stück mit seinem Akkordeon den richtigen Akzent. Die anschließende Polka für 3 Solotrompeten „Trompeten-Express“ heizte dem Publikum noch mal so richtig ein bevor auch für die Stadtkapelle schon das letzte Stück bevorstand. Mit „Caravan“ von Duke Ellington zeigten die Musiker einmal ihre Jazz-Seite, die sie genauso souverän zum Besten gaben, wie die davor gespielten Stücke. Viel zu schnell war die Zeit vergangen und das Konzert nun eigentlich zu Ende. Doch das Publikum wollte nicht gehen und forderte mit kräftigem Applaus noch eine Zugabe. Hierfür versammelten sich die Jugend- und Stadtkapelle auf der Bühne und spielten gemeinsam den berühmten Can-Can. Und als i-Tüpfelchen tanzten die Balletdamen der JMS nochmals gekonnt dazu.
Das Publikum konnte gar nicht genug davon bekommen und bettelte nahezu um eine weiter Zugabe, die sie dann in ganz kurzer Form auch noch erhielt. Ein rundum gelungener Abend ging damit zu Ende und alle Besucher waren sich einig, dass sich ein Besuch des Konzertes wieder einmal gelohnt hatte.
Peter Hornisch
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